Stinkleide (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Stinkleide
( Rietleide, Helsenwarfer Leyde )

Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Stinkleide (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokaliserung: Gewässer im Nordostenj der Gemeinde.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich um einen ursprünglich natürlichen
Gewässerlauf in der Alten Marsch, der im Mittelalter für Stedesdorf die
Verkehrsverbindung zur Harlebucht darstellte. Durch Umorientierung der
Entwässerung wurde dieser Wasserlauf von seinem Einzugsgebiet abge-
schnitten. Solche stillgelegten Gewässer neigen zur Verschlammung, worin
die Ursache dieser Namensbildung zu suchen ist.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. leide

mnd: lede: Wasserlauf, nnd. leide:Wasserleitung, in den Marschen: größerer Abzugsgraben.



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 07.10.2017

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