Stuhlleide (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Stuhlleide


Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Stuhlleide (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Grenzgewässer im Süden der Gemeinde Stedesdorf zur
Gemeinde Dunum.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich um einen natürlichen Gewässerlauf in dieser küstenfernen Moormarsch. Der Name erscheint zum ersten Mal auf der Papenschen Karte von 1843. Da der gesamte Bereich den Namen "Wolden" trägt, kann "Stuhlleide" als "ein Gewässer durch ein Gebüsch" angesehen werden.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Stuhl

Stüh, mnd. stude = Gestrüpp, Gebüsch



2. leide

Leyde, Leidse, afries. letze, litz f., „Wasserlauf“, mnd. leidinge, ledinge, f., „Wasserleitung“; nnd. leide, „Leitung, Wasserleitung“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung, Melle 1995, S. 148
Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 58; Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 658; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 489


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 14.05.2018

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