Wendeacker (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Wendeacker


Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Regemort (ca. 1670)

Wendeacker (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurbezeichnung auf dem Geestsporn südlich von Stedes-
dorf.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich hier um eine alte Langstreifenflur, die immer beackert wurde. Durch das Wenden des Pfluges am Ende
der Furchen wurde Bodenmaterial abgelagert, das einen flachen Höhen-
rücken bildete. Diesen Höhenrücken bezeichnete man als "Wendeacker".







Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wende

Wenn, von mnd. wenden, „sich wenden, (sich) umkehren“; wende-, wend-, wen-akker: „Wende-Acker; Acker, auf dem der Pflug gewendet od. umgewendet wird u. der somit einen gegen die anderen Aecker quer liegenden schmalen Landstrich bildet"



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 535; Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 669


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 10.01.2018

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