Westerettkamp (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Westerettkamp
( Wester Ellkamp, Oltmanns Kamp, Isken )

Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Westerettkamp (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück südwestlich des Dorfes auf dem Geestrücken
zwischen dem Amkenhauser Totenweg und dem Ischenweg.
Übersetzung/Bedeutung: Der Name ist eine sprachliche Umformung von "Westerellkamp". Es handelt sich um relativ hochliegendes Geestland, das als Standort für Erlen nicht typisch ist. Standortgerecht sind Ahorn und Holunder. Der Begriff "Kamp" zeigt, dass das Flurstück als Nutzfläche kultiviert wurde.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. ett

Eller, mnd. ellern, elderne, „Ahorn; Holunder, Flieder; Erle“



2. kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 655; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 69
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 10.01.2018

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