Wollenschloot (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Wollenschloot


Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Wollenschloot (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Wasserlauf südlich von Stedesdorf an der Grenze des
Geestsporns zur Alten Marsch.
Übersetzung/Bedeutung: Von dem Geestsporn dringt Oberflächenwasser
und Grundwasser in die tiefer liegende Alte Marsch (Wolden). Dieses Wasser wird durch ein künstliches Gewässer aufgefangen, um eine Moorbildung in der Marsch zu verhindern.








Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wollen

sprachliche Veränderung von "Wolden". Wold, afries. wold(e), „feuchte, mit Gestrüpp bewachsene Niederung“; mnd. wolt, „Wald“



2. schloot

Sloot, Schlot mnd. slôt, m., n., „zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben, Deichgraben an der Sohle des Deiches“; nnd. Sloot, „Graben zur Befriedigung [...] u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 2, 106; Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 764
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 16.01.2018

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