Moseshütter Tiefsklamp (Sterbur)

Ausgewählter Flurname:

Moseshütter Tiefsklamp


Gemarkung:

Sterbur

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Moseshütter Tiefsklamp (Sterbur)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung und Bedeutung: Ehemalige kleine Brücke über das Benser Tief im Ortsteil Wold. Sie diente zusammen mit dem "Koldewinder Fußpfad" als Kirchweg und Abkürzung für die Bewohner des Orteils Koldewind und des Einzelplaatses "Moseshütte" nach Esens. Die Brücke wurde nach der Verbreiterung des "Benser Tiefs" abgetragen und nicht wieder aufgebaut.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Moseshütte

Die Geschichte der Moseshütte beginnt schon im 17. Jahrhundert. Damals sprach man noch vom "Ihnke Ayelts Land". Der Plaats und die Besitzungen lagen in der Benser Vogtei auf der Heide im Wold. Nachdem der Besitzer Inke Ayelts sein Leben lt. Weinkauf-Protokoll vom 19.05.1707 bei einer Reise in Afrika verlor und keine Kinder hinterließ, erwarb Moses Benjamin den Hof und das Ihnke Ayelts Land zum Weinkauf (40,5 Rthlr und 6 Rthlr Geschenk) für seinen Sohn Nathan Moses. Seither trägt dieser "Bauernplaats" den Namen "Moseshütte" bzw. "Mosishütte".



2. Tief oder Deep

dêp; Von ahd. tiefi (neuhdt. Tiefe), "das Tiefe" abstammend, bedeutet "dêp" Tief, Graben, Kanal, breiter Entwässerungsgraben, kleiner Fluss.



3. Klamp, Klampe

mnd. klampe, nnd. Klampe; kleine Brücke über einen Graben oder ein Tief; Steg



Quellen:

Friesische Heimat Nr. 108 /1952
Koolman, Bd. 1, S. 293; Stürenburg, S. 31,
Scheuermann, S. 130; Koolman, Bd. 2, S. 232


Autor(in):

Hunger, Hans-Georg


Letzte Änderung am: 22.10.2009

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