Acht Diemath (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Acht Diemath
( Grote Höchte )

Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Acht Diemath (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Bezeichnung eines Flurstücks in der Größe von acht Diemath.

Wie aus dem Zweitnamen Grote Höchte ersichtlich, handelt es sich bei diesem Flurstück um eine eiszeitlich entstandene Anhöhe. Sie ist begrenzt durch den Verlauf der Landstraße (ehemals Heereweg) im Norden und dem Kleinen Weg im Süden. Mehrere Urnenfunde von 1934 belegen, dass schon in der Eisenzeit Menschen diese Anhöhe nutzten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand die heute meist noch vorhandene Bebauung. Direkt an der Landstraße befindet sich der sogenannte Tannenhof; er wurde unter Wiederverwendung von Steinen eines Vorgängerbaus erbaut. Dieses Gebäude befand sich jenseits der Bahntrasse in der Rorichumer Gemarkung, direkt am alten Verbindungsweg nach Tergast (Leye Weg), auf dem Flurstück Swynekamp.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Diemath

„1 Diemat = ca. 56 Ar und 74 Quadratmeter“ (= 5674 m²)“; „Altfries. deimeth n. „Demat, so viel, wie an einem Tag gemäht wird (Landmaß)““



Quellen:

Uphoff, Bernhard, Ostfriesische Masze und Gewichte, Aurich 1973, S. 30; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 12


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 05.10.2015

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