Am Ippenwarfer Wege (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Am Ippenwarfer Wege


Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Am Ippenwarfer Wege (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

An dem Weg nach Ippenwarf gelegenes Flurstück.

Ippenwarf ist eine Hofstelle, die nach einem ehemaligen Besitzer namens "Ippe" benannt worden ist. Der Hof liegt direkt am Fehntjer Tief, an der gegenüberliegenden Seite von Tergast.

Im 18. Jahrhundert noch durch eine feste Klappbrücke verbunden, musste man später eine Pünte verwenden, um die andere Uferseite zu erreichen. Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts war das möglich. Diese Verbindung wurde häufig genutzt, da viele Bürger aus Simonswolde einen Arbeitsplatz entweder bei der Firma Riemann (Sandgewinnung) oder in der Ziegelei hatten. Darüber hinaus ist der Ippenwarfer Weg ein Teilstück des alten Heereweges nach Ayen- und Simonswolde.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ippe

[1] friesischer, bwz. ostfriesischer männlicher Rufname, auch Ipe, Ipke, Ipko, Ippo



2. Warf

[2] mnd. wurt, wort; "ein als Wohn- od. Hausstätte benutzter, meist künstlich geschaffener od. doch später nach Bedürfniss erhöhter Hügel od. eine Anhöhe in der Marsch od. in der Nähe des Meeres, worauf ein Haus od. ein Dorf zur Sicherheit gegen Sturmfluten u. Ueberströmungen erbaut ist"



Quellen:

[1] Tammena, Manno Peters, Rurnamen, Vornamen in Ostfriesland, 2005, S.12
[2] Schiller, Carl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 790; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache , Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 513


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 07.12.2015

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