Gastmer Leye (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Gastmer Leye


Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Gastmer Leye (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Gastmer Leye bezeichnet einen niedrig gelegten Bereich von Tergast,
bzw. einen niedrig gelegten Bereich, zu Tergast gehörend.

Sowohl in der mündlichen Überlieferung als auch in dem Aufsatz von Dr. G. D. Ohling, Tergast und seine Feldmark, ist erhalten geblieben, dass der Leie-, Laye- oder Leyeweg zur Tongewinnung für die Tergaster Ziegeleien abgegraben wurde. Dieses geschah aber nur auf halber Strecke in Richtung Rorichum. Auf Rorichumer Seite Hoge Weg genannt, bildet der Leiweg sein niedriges Gegenstück. [3] 


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gastmer

[1] = Tergaster; Tergast: "Bei diesem Siedlungsnamen sind die Präposition "to" und der Artikel "der" zu "Ter-" verschmolzen. Der Ort verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er auf einem Moränenrücken liegt." "Gast" bedeutet "hochgelegenes Ackerland."



2. Leye

[2] mnd. legge, lege, f., "das Niederlegen, die Niederlage"



Quellen:

[1] Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 28, 217
[2] Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 653
[3] Ohling, Dr. G. D., Tergast und seine Feldmark, Ostfriesischer Haus-Kalender oder Hausfreund, Leer 1953, S. 67-79


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 06.10.2015

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