Grüner Weg (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Grüner Weg
( Klosterweg )

Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Grüner Weg (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Grüner Weg bezeichnet einen wenig befahrenen und deshalb mit Gras bewachsenen Weg.

Diese Teilstrecke des Grünen Weges, heute Sünnenblink genannt, wird in den Honartschen Karten von 1668-1673 noch als Kosterweg (Küsterweg) [2] bezeichnet.
Der Kosterweg hatte eine Verbindung zum östlich davon gelegenen Olden Wegh, der bis nach Leer, zur heutigen Krypta führte (noch teilweise begehbar). In westlicher Richtung führte der Kosterweg über den Neegenweg, den Agterom Weg und den Leiweg nach Rorichum. Auch nach dem Bau der Bahnstrecke in den 1850er Jahren blieb der Weg bis Anfang der 1970er Jahre passierbar, danach reduzierte die Deutsche Bundesbahn die Anzahl der Bahnübergänge, brach das damalige Stellwekgebäude ab und kappte somit eine jahrhunderte alte Verbindung zwischen Rorichum und Tergast.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. grün

[1] nnd. gröön, "grün"; "gröner Weg = wenig befahrener, daher mit Gras bewachsener Weg"



Quellen:

[1] Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 122
[2] Honartsches Register; StadEmd, AK Nr. 86, Nr. 34; van der Linde, Benjamin, OSB Tergast, Aurich 2009, S. 29


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 10.08.2015

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