Grashuser Fenne (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Grashuser Fenne


Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Grashuser Fenne (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Grashuser Fenne bezeichnet zum Tergaster Grashaus gehörendes Wiesenland.

Ein Grashaus war ein abgabepflichtiger Hof in meist klösterlichen Besitz, der vorwiegend Graswirtschaft, also Weidewirtschaft betrieb. 
Es wurde auch Vorwerk oder Grangium genannt. [2]
Im Honartschen Register von 1668 wird diese Parzelle unter der Nr. 164 aufgeführt. [3]


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Grashaus

[1] "Ein im Grünland liegender Einzelhof, zu dem viel Weideland gehört, oft urspr. im Besitz von Herrschaft, Kirche oder Kloster"



2. Fenne

[2] „Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



Quellen:

[1] Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 261
[2] Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22
[3] van der Linde, Benjamin, Ortssippenbuch Tergast, Aurich 2009, Band 85, Honartsches Register S. 28


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 01.08.2015

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