Haverstücken (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Haverstücken
)

Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Haverstücken (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Bezeichnung eines Flurstücks, das für den Haferanbau genutzt wurde.

Die Nutzung dieses Landstücks hat sich über die Jahrhunderte stark verändert. 1668 wurde es als Wiese genutzt und gehörte zur Parzelle Nr. 169 des Honartschen Registers. Das Landstück Haverstücken liegt in direkter Nachbarschaft zum alten Kosterweg im südlichen Teil der Gemarkung, daher auch der weitere Name Süder Venne. In den 70er Jahren begann an dieser Stelle der industrielle Sandabbau, an den noch heute die Kiesgrube erinnert. [3]


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Haver

[1] mnd. haver(e), „Hafer“



2. Stück

[2] mnd. stücke, n., „Acker, Feld, Flurstück; Grundstück“; nnd. Stück, n., „Abteilung eines Feldes“



Quellen:

[1] Schiller, Carl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 217
[2] Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 148
[3] Honartsches Register; StadEmd, AK Nr. 86, Nr. 34; van der Linde, Benjamin, OSB Tergast, Aurich 2009, S. 29


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 11.08.2015

Projektpartner