Ippenwarfer Weg (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Ippenwarfer Weg


Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Ippenwarfer Weg (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Ein Weg, der zu einer erhöht liegenden Hofstelle, benannt nach ihrem Besitzer Ippe, führt. Die Hofstelle Ippenwarf liegt an einer Flußschleife des Fehntjer Tiefs, von Tergast aus gesehen auf der gegenüberliegenden Uferseite, in der Gemarkung Simonswolde. Sie war bis in den 1980ger Jahren nach Tergast eingepfarrt. Der Ippenwarfer Weg führt in seinem Straßenverlauf zunächst direkt auf Ippenwarf zu, folgt dann dem Verlauf der Uferlinie, in einer Rechtskurve Richtung Ayenwolde. Historisch gesehen ist der heutige Ippenwarfer Weg ein Teilstück des früheren Heereweges nach Ayenwolde. Der direkte, auf Ippenwarf ausgerichtete Verlauf ist dadurch zu erklären, dass hier früher eine Brücke den Heereweg mit dem Hilligen Weg (heute Kleiweg) nach Kloster Ihlow verband, wie eine Karte von 1793 [1] belegt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Warf

[2] "Ein Hügel für ein Haus oder eine Siedlung, ein darauf gebautes Haus, ein kleiner Bauernhof/“Warfstä“ (im Gegens. zum größeren Herd), eine erhöhte Haus- oder Hofstätte, aber auch ein meist eingefriedigter Hofraum hinter oder neben dem Haus."



Quellen:

[1] StA Aurich Rep. 244 A 4916;
[2] Bents, Harm, Flurnamen in Upgant-Schott und Siegelsum, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 698


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 18.05.2011

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