Karkenpallert (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Karkenpallert
( Karkenpaller )

Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Karkenpallert (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Bezeichnung für eine sumpfige Niederung im Besitz der Kirche.

Dieses Flurstück liegt heute noch einen Meter unter dem Meeresspiegel und bildete 1668 einen Teil des Gastmer Meeres. 1828 wird es als Anwachs bezeichnet und mit einer Größe von vier Diemath angegeben sowie mit dem Hinweis versehen, dass es in nassen Jahren nicht gemäht werden konnte. [3, 4]


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kark

[1] mnd. kerke, karke , „Kirche“



2. Pallert

[2] mnd. pol, pôle, m., „Pfuhl“, mnd. pôl, pûl, m., „Vertiefung mit Waßer gefüllt“, „bes. stehendes, unreines Waßer, Schlamm“; nnd. Paller, Pallert, Pollert, „Sumpf; sumpfige, schon mit Gras bewachsene Niederung“



Quellen:

[1] Schiller, Carl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 449
[2] Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 359; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 139
[3] Ohling, Dr. G. D., Tergast und seine Feldmark in: Ostfriesischer Hauskalender oder Hausfreund,1953, S. 70
[4] Honartsches Register; StadEmd, AK Nr. 86, Nr. 34


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 11.10.2015

Projektpartner