Leie Veer (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Leie Veer
( Leye Veer )

Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Leie Veer (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Leye Veer bezeichnet ein niedrig gelegtes (abgeticheltes = abgegrabenes) Flurstück in der Größe von vier Flächeneinheiten (Diemath).

Sowohl in der mündlichen Überlieferung als auch in dem Aufsatz von Dr. G. D. Ohling, Tergast und seine Feldmark, ist erhalten geblieben, dass der Leie-, Laye- oder Leyeweg zur Tongewinnung für die Tergaster Ziegeleien abgegraben wurde. Dieses geschah aber nur auf halber Strecke in Richtung Rorichum. Auf Rorichumer Seite Hoge Weg genannt, bildet der Leiweg sein niedriges Gegenstück. [3]

Das Flurstück Leye Veer ist wie der angrenzende Weg ebenfalls abgegraben worden und erhielt daher den Zusatz Leie. Im Honartschen Register von 1668 ist das Flurstück als Nr. 145 aufgeführt. [4]


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Leie

[1] mnd. legge, lege, f., "das Niederlegen, die Niederlage"



2. Veer

[2] nnd. veer, "vier"



Quellen:

[1] Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 653
[2] Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 308
[3] Ohling, Dr. G. D., Tergast und seine Feldmark, Ostfriesischer Haus-Kalender oder Hausfreund, Leer 1953, S. 67-79
[4] van der Linde, Benjamin, Ortssippenbuch Tergast, Aurich 2009, Band 85, Honartsches Register S. 27


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 31.07.2015

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