Sünnenblink (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Sünnenblink


Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Sünnenblink (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Sünnenblink bezeichnet ursprünglich ein im Sonnenlicht hervortretendes, grünes Inselchen in einer sonst kahlen Umgebung. In Tergast ist Sünnenblink der Name eines Hofes.

Im Honartschen Register von 1668 ist hier noch kein Hof verzeichnet. Auch auf den Karten der französischen Flurvermessung von 1812 bis 1813 ist hier noch kein Gebäude dokumentiert. Erst die Preußische Urflurkarte von 1872 verzeichnet hier ein Wohngebäude mit Scheunenteil. Dieses Vorgängergebäude befand sich dort, wo sich heute die Gebäude der Stallungen befinden. Der damalige Wohnteil war nach Süden ausgerichtet, also um 180 Grad gedreht. Die heutigen Gebäude stehen am Verlauf des früheren Koster Weges, der über den Olden Weg und dem Rorichumer Hammrich zum alten Siedlungsgebiet von Edermoora (Neermoor) führte und weiter an der ehemaligen Kirchwarf vorbei und über Kloster Thedinga, Nüttermoor und dem Westerhammrich nach Leer führte.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sünne

[1] "Sonne, Sonnenlicht, Sonnenschein"



2. Blink

[2] „ein grünes Inselchen od. Plätzchen, bes. ein kleiner Gemeinde-Anger, in od. bei Dörfern und Städten, als freundlich u. heiter in der kahlen Umgebung hervorleuchtender, begraseter Punkt. Möglicherweise zu „blinken“ doch wahrscheinlich identischer mit „brink“.“



Quellen:

[1] Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 366
[2] Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 188


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 01.08.2015

Projektpartner