Tergaster Grashaus (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Tergaster Grashaus


Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Tergaster Grashaus (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Als Grashaus bezeichnet man einen größeren Einzelhof, zu dem viel Weideland gehört und der ehemals im Besitz der Landesherrschaft, der Kirche oder eines Klosters war. Das Tergaster Grashaus gehörte ehemals zum Klostervorwerk Wirdermönken.

Der ursprüngliche Standort des Tergaster Grashauses befand sich etwas weiter südlich, jenseits des Bahnkörpers auf dem Flurstück Lüttje Warf. Der Bau der Bahnstrecke um 1850 machte eine Verlagerung des Gebäudes notwendig. Die Familie Thomsen vereinbarte damals mit der deutschen Reichsbahn, den alten Hof Stein für Stein abzutragen und an der heutigen Stelle wieder aufzubauen.

1668 im Honartschen Register als Teil des Flurstückes Nr. 168 verzeichnet, liegt das Tergaster Grashaus in direkter Nachbarschaft zum Grünen Weg, damals auch Alte Kosters Wegk (Alter Küsterweg) genannt und führt in seiner Fortsetzung über den Neegenweg und über die heute nicht mehr passierbare Verbindung zum Achterum Weg nach Rorichum. Ein zweiter Weg östlich der ehemaligen Parzelle Nr. 170 ist der Olle Wech zum Kloster Thedinga. [2]


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Grashaus

[1] "ein im Grünland liegender Einzelhof, zu dem viel Weideland gehört, oft urspr. im Besitz von Herrschaft, Kirche oder Kloster"



Quellen:

[1] Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 261
[2] Honartsches Register; StadEmd, AK Nr. 86, Nr. 34; van der Linde, Benjamin, OSB Tergast, Aurich 2009, S. 29


Links:

http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Tergast.pdf (22.01.2017)

Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 22.01.2017

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