Tillfenne (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Tillfenne
( Drei Diemath )

Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Tillfenne (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Tiefer liegendes Wiesenland in der Nähe einer kleinen Brücke, die man "tillen", also aufheben oder bewegen konnte.

Das Flurstück liegt direkt am Tilleweg; auf einer Karte mit dem Titel "Darstellung der Ortschaft Tergast" von 1793 auch "hoge Tilleweg" genannt, ist hier noch eine Klappbrücke verzeichnet. [4]

Im Honartschen Register von 1668 wird die Fläche als Teil der Parzelle Nr. 118 aufgeführt. [3]


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Tille

[1] afries. tille, "Brücke, besonders eine leichte, welche sich abheben (tillen) oder aufziehen läßt"



2. Fenne

[2] „Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. n. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



Quellen:

[1]Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 282; Schiller, Carl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 542
[2] Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22
[3] Honartsches Register, StadEmd, AK Nr. 86, Nr. 34; van der Linde, Benjamin, Familien der Kirchengemeinde Tergast, Upstalsboom-Gesellschaft, Aurich 2009, S. 26
[4] StaA, Rep. 244, Nr. A 4916


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 17.08.2015

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