Tillfennen (Tergast)

Ausgewählter Flurname:

Tillfennen


Gemarkung:

Tergast

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Tillfennen (Tergast)


Erklärung des Flurnamens:

Tiefer liegendes Wiesenland in der Nähe einer kleinen Brücke, die man "tillen" , also aufheben oder bewegen konnte.

Im Honartschen Register von 1668 wird diese Fläche als Teil der Parzelle Nr. 124 aufgeführt. [3]


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Tille

[1] afries. tille, "Brücke, besonders eine leichte, welche sich abheben (tillen) oder aufziehen läßt"



2. Fenne

[2] „Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. n. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



Quellen:

[1] Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 282
[2] Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22
[3] Honartsches Register, StadEmd, AK Nr. 86, Nr. 34; van der Linde, Benjamin, Familien der Kirchengemeinde Tergast, Upstalsboom-Gesellschaft, Aurich 2009, S. 26


Autor(in):

Hermine und Imke Saathoff


Letzte Änderung am: 18.08.2015

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