In den fünfundsechzig Diematen (Timmel)

Ausgewählter Flurname:

In den fünfundsechzig Diematen


Gemarkung:

Timmel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

In den fünfundsechzig Diematen (Timmel)


Erklärung des Flurnamens:

Das Flurstück wurde auf Grund seiner Größe von 65 Diemat benannt. Flurnamen mit dem Namenbestandteil Diemath sind in Ostfriesland sehr häufig, dabei treten sie in unterschiedlichen Schreibweisen (dimath, dimth, dimt, deimt, dagmet) auf. Diemath ist ein uraltes fries. Flächenmaß und entspricht ungefähr einer Fläche von 400 Quadr.-Ruthen, was 5674 m² entspricht. Diemath ist ein Kompositum von afrs. die,dî ‘Tag‘ und afrs. mēth ‘Math‘ (vgl. HOLTHAUSEN, S. 14, 72) und lässt sich als die Fläche, die ein guter Arbeiter an einem Tag mähen kann, erklären.
Hierbei handelt es sich um 65 Diemat, die bei der Teilung der Gemeindeweiden Ulbargen von dieser Kommune an Timmel abgetreten wurde. Ein Teil der Stücke In den 65 Diematen wird auch als Stubbenmeer bezeichnet.

Lagebeschreibung: Liegt im Nordosten an der Gemarkungsgrenze zu Ulbargen, am Sauteler Kanal.

Heutige Beschaffenheit: Acker- und Weideland


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Fünfundsechzig

Zahlenwort, Numerale.



2. Diematen

Altes ostfriesisches Flächenmaß



Quellen:

MEYER, G. (1986). Timmel. Chronik eines alten ostfriesischen Dorfes. Timmel.
HOLTHAUSEN, F. (1925). Altfriesisches Wörterbuch. Heidelberg: Carl Winter’s Universitätsbuchhandlung.


Autor(in):

Markus Thamling


Letzte Änderung am: 05.09.2015

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