Hörgen (Utgast)

Ausgewählter Flurname:

Hörgen
( Die Hülgen )

Gemarkung:

Utgast

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Hörgen (Utgast)


Erklärung des Flurnamens:

Die Flur "Hörgen" liegt auf leicht erhöhtem Gelände. Das Substantiv Höge "Höhe" ist noch im Bremer Wörterbuch von 1767 (mit der Bemerkung: „Jetzt ist es veraltet“) enthalten, und zwar mit der Ausspracheangabe oe, d. h. das ö wurde nicht wie in ‚böse‘ ausgesprochen, sondern lang und offen wie in norddeutsch "Dörfer" oder "Mörder", wobei das r ja „verschluckt“ wird. Bei Stürenburg und Doornkaat Koolman ist höge "Höhe" nicht mehr verzeichnet. "Högen" ist der Plural von "Höge". Die Form "Hülgen" könnte durch niederd. "Hüllen" (Unebenheiten) beeinflusst sein.

Quellen:

U. Scheuermann: „Flurnamenforschung“ Melle 1995, S. 126


Autor(in):

Arend Remmers


Letzte Änderung am: 20.01.2011

Projektpartner