Gaste (Veenhusen)

Ausgewählter Flurname:

Gaste


Gemarkung:

Veenhusen

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Gaste (Veenhusen)


Erklärung des Flurnamens:

Das Flurstück „Gaste“ liegt bei einer Geländehöhe von etwa NN +/- 0,00 bis NN+ 0,50m beidseitig der Bundesbahnlinie Emden-Leer im Veenhuser Ortsteil Uthusen. Der Name „Gaste“ gibt einen Hinweis auf sandige, erhöht liegende Ländereien, die unter anderem zum Ackerbau genutzt wurden. Teilweise handelte es sich dabei auch um Kirchenländereien.
In den Jahren um 1920 wurde die „Gaste“ zur Bebauung in Erbpacht ausgegeben. Die Zufahrtstraße in dieses Wohngebiet nennt sich heute „Auf der Gaste“.
In den 1950er wurde in diesem Gebiet große Mengen Sand abgebaut, so dass großflächige Kiesseen das Landschaftsbild verändert haben.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gaste

mnd. gâst, "Geest, das hohe sandige Land"; nnd. Gast, Gaste (neben Geest) "hohes, dürres Sandland, hochgelegener Sandrücken, Sandhügel". – “Oft in Namen für den Altacker eines Dorfes."



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120
Vormals Flächen im Gemeindebesitz?, in: Moormerland Anzeiger, Ausgabe 309, August 2004
de Buhr, Jann, Wie aus Meinwehr eben Mentewehrstraße wurde, in: Moormerland Anzeiger, Ausgabe 395, März 2011


Autor(in):

Torsten Manssen


Letzte Änderung am: 18.03.2017

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