Alter Postweg (Victorbur)

Ausgewählter Flurname:

Alter Postweg


Gemarkung:

Victorbur

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Alter Postweg (Victorbur)


Erklärung des Flurnamens:


Erklärung des Flurnamens:
Der Alte Postweg ist eine von Marienhafe durch Tjüche nach Osteel verlaufende historische Straße. Sie wurde vor dem Bau der jetzigen Bundesstraße (ab 1845 „Chaussee“) zur überörtlichen Postbeförderung zwischen Aurich und Norden genutzt. Die Gesamtstrecke verlief über Walle, Moordorf, Victorbur, Oldeborg, Fehnhusen, Upgant, Marienhafe, Osteel und Nadörst. Für die Strecke Aurich – Marienhafe wurden drei Stunden benötigt. Offenbar bestand die Verbindung bereits im 16. Jahrhundert. Die Bezeichnung „Poststraße“ in einer Karte aus der Zeit um 1840 deutet darauf hin, dass die innerörtliche Strecke bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befestigt war.














Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. 1. Post

Die Post ist seit dem späten Mittelalter eine Einrichtung zur Beförderung von Passagieren, Paketen und Briefen. Dafür wurden von Pferden gezogene Kutschen eingesetzt, die bis ins frühe 20. Jahrhundert benutzt wurden. „Postwege“ sind in der Regel Bezeichnungen diese alten Beförderungsstrecken und auch für Flurstücke, die an solchen liegen.



Quellen:

Quellen: Wiemann, H. und Engelmann, J., Alte Wege und Straßen in Ostfriesland, Norden 1974, S. 143, 161. Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 140. Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 747.


Autor(in):

Christine Günnel


Letzte Änderung am: 15.04.2015

Projektpartner