Oster Wilden Weg (Victorbur)

Ausgewählter Flurname:

Oster Wilden Weg
( Hoher Weg, Achter d' Kampen )

Gemarkung:

Victorbur

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Oster Wilden Weg (Victorbur)


Erklärung des Flurnamens:

Der "Oster Wilden Weg" ist ein Weg (heute Straße), der etwas höher liegt, als das umliegende Gelände. Die Straße ist eine Sackgasse, die am "Lammershörn" beginnt.
Weitere Namen für diesen Weg: "Hoher Weg" = heutiger Straßenname und "Hoog Weg".
Der Weg führte in die, im Osten der Ansiedlung von Ost-Victorbur liegenden, ungenutzten bzw. unkultivierten Ländereien (= Wilde).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ost(er)

mnd. ôster, "östlich, im Osten gelegen"; nnd. oster, "nach Osten gelegen"; "Gibt die relative Lage eines Flurstücks an, Bezugspunkt häufig das Dorf." (1)



2. Wild(en)

ein Stück wild, wüst u. uncultivirt (od. unangebaut) liegendes Land (2)



Quellen:

1) Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 139
2) Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Band 3, S. 551


Autor(in):

Johann Dirksen
  


Letzte Änderung am: 31.08.2011

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