Wester Wilden Weg (Victorbur)

Ausgewählter Flurname:

Wester Wilden Weg


Gemarkung:

Victorbur

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Wester Wilden Weg (Victorbur)


Erklärung des Flurnamens:

Der "Wester Wilden Weg" ist als Straße mit dem Namen "Victorburer Wilde" ausgebau. Der "Wester Wilden Weg" beginnt im Westen an der "Tom-Brook-Straße" und endet mit einem Wendehammer im Osten. Hier verläuft ein Weg, im Norden beginnend an der "Altmünkeboer Straße" und im Süden endend an der "Ostvictorburer Straße",
In der Urkarte von Victorbur, Flur 8, von 1870 wird die gesamte Fläche zwischen der "Ehe" oder "Abelitz-Mordorf-Kanal" im Süden, der Tom-Brook-Straße" im Westen, der "Upender Straße" im Norden und der "Altmünkeboer Straße" im Nordosten als "In der Wester Wilde" bezeichnet.
Der Feldweg in diese Fläche wird als "Wester Wilden Weg" bezeichnet, da er ursprünglich in ein wildes und unkultiviertes Gelände führte.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wester

(1) afries. westa, weste, mnd. western, „westlich“; „Western“ und „Westringa“ weisen auf den westlichen Teil einer Gemarkung oder eines Ortes hin.



2. Wilde

(2) nnd. wilde, „ein Stück wild, wüst u. uncultivirt (od. unangebaut) liegendes Land“



Quellen:

(1) Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 699; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 5, 104
(2) Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 551


Autor(in):

Johann Dirksen
  


Letzte Änderung am: 03.01.2018

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