Kleine Osterwieke (Warsingsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Kleine Osterwieke


Gemarkung:

Warsingsfehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Kleine Osterwieke (Warsingsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Die Kleine Osterwieke wurde von der Zweiten Norderwieke aus in östlicher Richtung nach Boekzetelerfehn gegraben. Sie verbindet die Brise Wieke (Boekzetelerfehn) mit der Zweiten Norderwieke (Warsingsfehn). In Warsingsfehn brauchte sie nur ein kleines Stück gegraben werden. (Quelle: Rep 31 /166)







Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Oster

mnd. ôster, „östlich, im Osten gelegen“; nnd. oster, „nach Osten gelegen“. – "Gibt die relative Lage eines Flurstücks an, Bezugspunkt häufig das Dorf."



2. Wieke

von mnd. wîk, „das Weichen, Entweichung“, „ein von einem Hauptcanal seitlich abweichender kleinerer Canal od. überhaupt eine seitliche Ausbucht eines grösseren Tiefes od. Canals, wie sich solche hauptsächlich auf den Fehnen finden.“ – Inwieke: „eine nach innen, bz. ins Land od. Moor hinein gegrabene Wieke od. Neben-Canal, der sich von der Hauptwieke abzweigt.“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 139
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 710; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 548; Bd. 2, S. 133


Autor(in):

Badewien, Rita


Letzte Änderung am: 12.11.2017

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