Misgunsterweg (Warsingsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Misgunsterweg
( Misgunstweg )

Gemarkung:

Warsingsfehn

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Misgunsterweg (Warsingsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Der Mißgunster Weg bildet die Grenze zwischen den Gemeinden Warsingsfehn, Jheringsfehn und Boekzetelerfehn. Bis zur Verwaltungsreform 1973 verlief hier die Kreisgrenze zwischen den Ämtern Aurich und Leer. Die Bewohner der östlichen Straßenseite gehören zu Jheringsfehn, bzw. Boekzetelerfehn, die Bewohner auf der westlichen Seite zur Gemeinde Warsingsfehn. Wahrscheinlich gab es um diesen Grenzverlauf in früheren Jahrhunderten Streitigkeiten, oder aber auch um die Nutzung des Weges. Genau lässt sich der Ursprung des Namens nicht mehr erklären. „Im Volksmund wurde der Weg, der zu den Streitparteien führte, Mißgunster Weg genannt“.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Mißgunst

nnd. misgünst, misgünnen; "günnen": gönnen, gestatten, gewähren, erlauben; Gunst: ein Weg, den zu benutzen gestattet ist; "Mißgunst": ein Weg, der nicht benutzt werden darf



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 707, 708, Bd. 2, S. 607;
Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 240
Buhr, J. de; "Name geht vermutlich auf Streitereien zurück", Ostfriesen Zeitung, Ausgabe vom 11. März 2010


Autor(in):

Torsten Manssen


Letzte Änderung am: 23.02.2017

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