Moorweg (Warsingsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Moorweg


Gemarkung:

Warsingsfehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Moorweg (Warsingsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Der Moorweg, heute Meedlandstraße, führt von Alt-Rorichmoor bis zum Königsweg, heute Rorichmoorer Straße, in das Hochmoor und die Morasten, die Administrator Warsing 1736 in Erbpacht erhielt.
Größere Schäden im Weg wurden auf Kosten des Administrators Warsing beseitigt. Seine Erbpächter mussten den Weg aber „schlichten“, in Ordnung halten.
Der Moorweg galt als Sommerweg, der von Aurich nach Leer führte. Er führte über Schirum, Weene, Ostersander, Großefehn, Timmel, Hatshausen, Ayenwolde, Rorichmoor, Fehnhusen (heute Veenhusen), Bollinghausen und Heisfelde. Dieser Weg bestand aus sandigem Boden mit Ausnahme des Stückes zwischen Rorichmoor und Neermoor, das zur Hälfte aus Moor und zur anderen Hälfte aus einem dünnen Kleiboden mit Darg im Untergrund besteht. Diese Strecke war oft feucht und konnte bei nasser Witterung nicht passiert werden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Moor

afries. mor, „Moor“; mnd. môr, „Moor, feuchter, sumpfiger Landstrich, wilde unzugängliche Sumpfgegend, insbes. als Torfmoor wirtschaftlich wichtig“



Quellen:

Holthausen, F. (1925). Altfriesisches Wörterbuch. Heidelberg 1925, S. 73; Lasch, A., & Borchling, C., Mittelniederdeutsches Handwörterbuch. Fortgf. v. G. Cordes und D. Möhn, Neumünster 1987, Bd. 2, Teil 1, Sp. 1015
Staatsarchiv Aurich Rep. 15 /10901
Wiemann, H./ Engelmann J., Alte Wege und Straßen in Ostfriesland, Nachdruck der Ausgabe Pewsum 1974 (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. 8), S .151


Autor(in):

Badewien, Rita


Letzte Änderung am: 23.09.2017

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