Spätkampen (Warsingsfehn)

Ausgewählter Flurname:

Spätkampen


Gemarkung:

Warsingsfehn

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Spätkampen (Warsingsfehn)


Erklärung des Flurnamens:

Spätkampen bezeichnet ein Flurstück, welches von einem Graben umgeben war. Bevor das Schöpfwerk 1930 in Oldersum gebaut wurde, waren dieses Ländereien oft überschwemmt. Das hatte nach Aussage des Landwirts Walter Bootsmann zur Folge, dass das Gras erst spät gemäht werden konnte.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kampen

Plural von "Kamp": mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Badewien, Rita


Letzte Änderung am: 09.02.2017

Projektpartner