Jesken (Weener)

Ausgewählter Flurname:

Jesken
( Batel )

Gemarkung:

Weener

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Jesken (Weener)


Erklärung des Flurnamens:

Der auf den ersten Blick undurchsichtige Flurname wurde vor 80 Jahren von W. Lüpkes als "Tjeschen" verzeichnet und geht höchstwahrscheinlich auf altfries. thriāsk "Dreesch, brachliegender Acker" zurück (s. „Der Deichwart“ vom 02.03.1929, Beilage zur Tageszeitung „Rheiderland“).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. altfries. thriask

"Driesch, Dreesch, brachliegender Acker". Dieses Substantiv war früher im niederd. Raum weit verbreitet, so auch im Friesischen: saterfriesisch Tjaaske "Grünland, Grasland; Dreesch; als Weide benutztes unbebautes Land"; niederländisch dries und westerlauwerssch-friesisch Tresk (Terschelling), Traask, Treaske, Tre(e)s-meed, up ten Lange treesck, (op) die tryesck.



Quellen:

M. Fort: Saterfriesisches Wörterbuch, Hamburg 1980, S. 171; M. Schönfeld: Veldnamen in Nederland, Amsterdam 1950, S. 64f.


Autor(in):

Arend Remmers


Letzte Änderung am: 30.06.2011

Projektpartner