Hennacker (Westeraccum)

Ausgewählter Flurname:

Hennacker


Gemarkung:

Westeraccum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Hennacker (Westeraccum)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstücke unmittelbar östlich von Wsteraccum,
nördlich der K 210.
Übersetzung/Bedeutung: Hanf war früher in Ostfriesland eine
bedeutende Faserpflanze für wasserfeste Textilien, z.B. Segel und Taue.
Hanf kann nur auf Sandboden angebaut werden. Diese Flurstücke gehören noch zu der Geestinsel Westeraccum und waren daher für den Hanfanbau
besonders geeignet.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Henn

mnd. hamp, hannep, hennep, nnd. Hamp, Hemp, Hanf als Bestimmungswort in Flurnamen nicht nur Hinweis auf Anbauflächen, sondern auch auf Flurstücke auf denen der geerntete Hanf in Wasserkühlen "geröstet" wurde, bzw. er zum Trocknen in der "Spreite" lag.



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung, Melle 1995, S. 124


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 10.08.2015

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