Homs alte Tief (Westeraccum)

Ausgewählter Flurname:

Homs alte Tief


Gemarkung:

Westeraccum

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Homs alte Tief (Westeraccum)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Ehemaliger Gewässerlauf an der Südgrenze der Homm,
westlich der Papenbrücke.
Übersetzung/Bedeutung: Die Homm ist eine hochliegende, ackerfähige
Marsch, die an allen Seiten von ehemaligen Wasserläufen des
Dornumersieler Tiefs begrenzt wird. Bis zur Marcellusflut 1362 gehörte dieser Bereich zum rechten Ufer der Accumer Ee und damit zum Besitz von Westeraccum. Bis zur Neueindeichung 1449 wurde zur Abkürzung des Tiefs
das Homs alte Tief gegraben und damit die Hom von Westeraccum
abgetrennt. Später wurde mit dem Dornumersieler Tief noch eine weitere Abkürzung gegraben, so dass "Homms Alte Tief" außer Funktion geriet. "die Homm" ist offenbar ursprünglich eine durch den Flußlauf begrenzte Halbinsel. (Quellen: Das unbekannte Gesicht der Marsch in hochauf- lösenden Höhenkarten, Axel Heinze, Esens - Museum "Leben am Meer", 2013. Die
große, handgezeichnete Campsche Karte von Ostfriesland von 1806: Staatsbiliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Kart. Nr. 27299/ Wolfgang Henninger - Nachtr. Hannover: Hahn 2005 = 1806. Urkatasterkarte Blatt 1)


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Tief

Graben, Canal, kleiner Fluss



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 506; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 293


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 07.09.2015

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