Papenland (Westeraccum)

Ausgewählter Flurname:

Papenland
( Paapengrode )

Gemarkung:

Westeraccum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Papenland (Westeraccum)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück in einer ehemaligen Flussschlinge
des Dornumersieler Tiefs, südwestlich der Papenbrücke.
Übersetzung/Bedeutung: Dieses Flurstück hat im Mittelalter auf der
Ostseite des Dornumersieler Tiefs gelegen und gehört damit zur Gemarkung von Westeraccum. Es wurde durch die Verlegung des Tiefs abgetrennt. Der Name weist darauf hin, dass es im Besitzt der Kirche Westeraccum war. Durch den Bau der Papenbücke (im frühen 19. Jhd.) wurde es wieder von Westeraccum erreichbar.








Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Papen

mnd. pāpe, m., christl. Geistlicher, Priester; nnd. Pape, m., Pastor. – Hinweis auf zur Pfarre gehörigen Besitz.



2. land

mnd. lant, n., nnd. Land , n., „Land“. – „Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland.“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S.139
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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