Siel (ehemalig) (Westeraccum)

Ausgewählter Flurname:

Siel (ehemalig)


Gemarkung:

Westeraccum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Siel (ehemalig) (Westeraccum)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Ehemaliges Siel an der Stelle der heutigen Brücke
zum "Altensieler Hof" von der Butenhusener Straße.
Übersetzung/Bedeutung: An dieser Stelle wurde Mitte des 15. Jhd. ein
neuer Siel für Westeraccum angelegt. Dieser Siel lag in der mittelalterlichen Deichlinie und ermöglichte die Schließung des Deichbruches von 1362. Parallel dazu wurde 500 m weiter westlich ein Siel für die Herrlichkeit Dornum angelegt. 1551 wurde weiter seewärts ein neuer Siel angelegt, durch den diese beiden Siele außer Funktion gerieten.
(Hangen, Ude, Handgemachtes Land, Esens 2015)







Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Siel

mnd. sîl, m., „Siel, Vorrichtung, um Waßer zu stauen oder durchzulaßen, Schleuse“; nnd. sîl, grössere od. kleinere mit Thüren od. einem sonstigen Verschluss versehene Schleuse zum Durchlassen od. Abfliessen des Binnenwassers.



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 206; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, öBd. 3, S. 182


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 02.11.2015

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