Oll Diek (Westerbur)

Ausgewählter Flurname:

Oll Diek


Gemarkung:

Westerbur

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Oll Diek (Westerbur)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Langgestrecktes Wegetrasse südöstlich von Friedland.
Übersetzung/Bedeutung: In diesem Bereich lag die erste mittelalterliche
Deichlinie. Sie ist heute noch durch eine leichte Erhöhung wahrnehmbar. Sie wird heuite durch einen Fußweg genutzt, einen sogenanngten Kirchweg nach Westerbur. Erst Mitte des 17. Jhd. wurde weiter nördlich eine neue Deichlinie errichtet.
Literatur: Axel Heinze: Dornum, in: Klaus Niehr: Historische Stadtansichten
aus Niedersachsen und Bremen 1450 - 1850, Göttingen 2014, S. 143.
Karl-Heinz Wiechers: Zur Geschichte Dornumersiels und Westeraccumersiels, Dornumersiel 1989


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Oll

mnd. ōlt, olt, nnd. oolt, olt, „alt“. 1. „einen alten Zustand repräsentierend, schon lange genutzt“; 2. „ehemalig, nicht mehr vorhanden, nicht mehr in Funktion“



2. Diek

mnd. dîk, nnd. Diek, m., „Deich“, „Diek, Deich auch in Namen für erhöhte, feste Wege in feuchtem Gelände.“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 138
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 114


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 18.09.2015

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