Altetiefskleese (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Altetiefskleese


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Altetiefskleese (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Eine kleine feste Brücke über das Alte Tief am Polderweg.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. alt

mnd. oolt, olt, nnd. oolt, olt, alt; 1. "einen alten Zustand repräsentierend, schon lange genutzt" 2. "ehemalig, nicht mehr vorhanden, nicht mehr in Funktion"



2. Tief

"Hauptentwässerungsgraben, Kanal, kleiner Fluss."



3. Kleese

1. "kleinere, festliegende Brücke, die so hoch liegt, dass die mit Torf, Heu etc. beladenen Schiffe drunter durchfahren können"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 138
Bents, Harm; Flurnamen in Upgant-Schott und Siegelsum, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 256; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 110


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 26.07.2011

Projektpartner