Altmarscher Tief (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Altmarscher Tief


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Altmarscher Tief (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Ein Gewässer in der Westermarsch, welches durch Deichverlegung im 16. Jahrhundert nacheinander drei Siele besaß und nördlich des Altendeichsweges Neuländer Tief heißt und ins Norder Tief mündet.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. alt

mnd. oolt, olt, nnd. oolt, olt, alt; 1. "einen alten Zustand repräsentierend, schon lange genutzt" 2. "ehemalig, nicht mehr vorhanden, nicht mehr in Funktion"



2. Marsch

"der die hohe Geest umgebene, früher vor dem Bestehen der Deiche von den Meeresfluten oft überströmte, durch Meeresanwuchs entstandene u. aus fruchtbarem u. fettem Kleiboden bestehende Küstenstrich"



3. Tief

"Hauptentwässerungsgraben, Kanal, kleiner Fluss."



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 138
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 580; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 146
Bents, Harm; Flurnamen in Upgant-Schott und Siegelsum, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 27.07.2011

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