Buscher Polder (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Buscher Polder


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Buscher Polder (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Mit der 1775 erfolgten Eindeichung des Polders wurden 48 Hektar gewonnen. Am Buscher Polder fing bei der ehemaligen Wester- und Lintelerdeichacht die Westerschauung an, die am Großen Krug in Westermarsch II endete. Der Buscher Polder liegt westlich von Westermarscherloog vor dem Busch Heller. Der Bewuchs des Polders mit Gebüsch war vermutlich für die Namensgebung entscheidend.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Busch

mnd. busch, „Busch, Gebüsch, Gehölz; Wildnis, unwegsames Land“; nnd. Busch, „Busch; Gebüsch; kleineres Gehölz“



2. Polder

nnd. Poller, Polder; „angeschlammtes Marschland, welches ringsum mit einem Deich umgeben ist od. ein vor dem Hauptdeich liegender Strich neu eingedeichten Landes, welcher durch Anschlickung entstand und vor der Eindeichung heller heisst“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 113
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 745


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 24.06.2017

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