Deichstücke (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Deichstücke


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Deichstücke (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Den ältesten Deich in der Westermarsch hatte man nach schweren Sturmfluten im 14. Jahrhundert angelegt. Der "Sutherdeich" wird 1347 genannt. Dieser führte von Uthlandshörn am Langhauser Tief entlang zur Geest nach Norden. Westlich von Großlanghaus gibt es noch Flurnamen, die darauf hindeuten (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Deich

1. Deich, Schutzdamm, Seedamm; "Diek, Deich auch in Namen für erhöhte, feste Wege in feuchtem Gelände." 2. Teich, Graben, Grube; "Diek, Teich oft letzter Hinweis auf verlandeten Teich."



2. Stück

mhd. stück, Teil oder Bruchstück von einem Ganzen; ein einzelnes, von einem Ganzen abgetrenntes und für sich bestehendes, ungeteiltes Etwas



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 114; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 296
(1) Gretje Schreiber, Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript 2011.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 26.07.2011

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