Domäne Westermarscher Grashaus (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Domäne Westermarscher Grashaus


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Domäne Westermarscher Grashaus (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Die Domänenkammer zu Hannover erwirbt am 11.12.1841 den Hof mit 13 Diemat Land am Altendeichsweg. Der Nachbarhof, dessen Eigentümer Graf Friedrich Ulrich von Ostfriesland und Chrichingen war, kommt 1707 in den Besitz des fürstlichen Regierungshauses. Nach 1744 wird der Hof eine königliche Domäne und 1841 werden die beiden Höfe zusammengeschlossen. Heute ist der Hof im Privateigentum. (1)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Domäne

"staatliches Gut"; lat. dominium, "Herrschaftsgebiet"



2. Grashaus

„Ein im Grünland liegender Einzelhof, zu dem viel Weideland gehört, oft urspr. im Besitz von Herrschaft, Kirche oder Kloster.“



Quellen:

Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 114
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 261
(1) Gretje Schreiber, Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 19. September 2009, Nr. 9, S. 36, Hof Nr. 22; StAA, Rep. 237, Bd. 1329, Nr. 2, 23, Rep. 237, Bd. 1329, S. 282 ff.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 19.02.2017

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