Jödenschütt (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Jödenschütt


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Jödenschütt (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Das Flurstück Jödenschütt liegt direkt am Norder Tief. Wahrscheinlich wurden hier die verendeten Tiere entsorgt. Auf dem Wasserweg konnten die Abdecker die Kakaver leicht transportieren.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Jöden

mnd. jode, jodde, „Jude“



2. schütt

mnd. schutte, „das geschüttete Vieh“; schutten, „schützen, d. i. einschließen, einfriedigen, um etwas vor Angriffen oder gegen Entweichen zu bewahren, hindern, wehren“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 407
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 155, 156


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 15.07.2017

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