Karkenland (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Karkenland


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Karkenland (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Vor 1850 befand sich hier beherdisches Land westlich des Altendeichstogs, welches im Besitz der Kirche war und zum Unterhalt des Lehrers diente.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Karke

Kirche; urspr. Bedeutung von ahd. chirichâ: "ein auf einem Berge, bz. einer Anhöhe liegendes Etwas" (festes Haus, Burg, Turm, Festung, Kirche)



2. Land

mnd. lant, nnd. Land, "Land"; "Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland."



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 177; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 103
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 26.07.2011

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