Kolk (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Kolk


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Kolk (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Ein Teich, der als Kolk durch eine Sturmflut einstanden ist, nordwestlich von Westermarscherloog.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kolk

mnd. kolk, kulk, m., „eine mit Waßer gefüllte Vertiefung, bes. ein durch die Gewalt des Waßers eingerißenes Erdloch; dann auch das strudelnde Waßer“; nnd. kolk, „ein Loch od. eine Vertiefung in der Erde, welches beim Durchbruch od. Riss eines Deiches durch das mit Gewalt einströmende u. die Erde herauswühlende Seewasser entsteht od. auch ein Loch, woraus die Erde mittelst des Spatens ausgegraben od. herausgewühlt wird.“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 518; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 321


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 12.07.2017

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