Krieken Twee un annerthalv Dimt (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Krieken Twee un annerthalv Dimt


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Krieken Twee un annerthalv Dimt (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Bezeichnung eines Flurstückes in der Größe von zwei Diemat und eines Flurstückes von einem und einem halben Diemat südlich der Westermarscher Straße. Der Flurname Krieken weist auf die Zeit hin, die vor dem 16. Jahrhundert lag, als die alte Marsch noch von vielen Prielen durchzogen war, auf denen Handel, aber auch Seeräuberei getrieben wurde.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Krieken

(1) kreke od. krêke, krêk, krîke, krîk, "kleiner sich schlängelnder Fluss od. Bach, bz. ein Gewässer, das sich in Krümmungen durch die Wiese windet“. - Nld. kreek, „dasselbe u. auch: Bucht, kleiner Meerbusen, Schlupfhafen; grösseres Binnenwasser, welches sich von früheren Sturmfluthen etc. durch Deichbrüche verursachte Überschwemmungen herschreibt“



2. Dimt

(2) „1 Diemat = ca. 56 Ar und 74 Quadratmeter“ (= 5674 m²)“; „Altfries.deimeth n. „Demat, so viel, wie an einem Tag gemäht wird (Landmaß)““



Quellen:

(1) Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Vaduz/Liechtenstein 1984, Bd. 2, S. 351
(2) Uphoff, Bernhard, Ostfriesische Masze und Gewichte, Aurich 1973, S. 30; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 12


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 12.07.2017

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