Leegetriftland (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Leegetriftland


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Leegetriftland (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Niedrig gelegenes Land westlich der Westhörner Straße, auf das das Vieh zur Weide getrieben wird.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Leege

mnd. lêgede, "Niederung, niedrig gelegenes Landstück, Wiese, Umland, Lehde"; nnd. Lägte, "das, was niedrig od. tief ist u. liegt, Niederung"



2. Trift

mhd. trift, Trift; nfries. draft 1. Trift, Flur, Weide; "die Trift, als Ort, wohin Vieh zur Weide getrieben wird, und als Weg, auf welchem dasselbe dahin geht" 2. Weg, Durchfahrt, Einfahrt; "Überfahrtsweg über einen Deich"



3. Land

mnd. lant, nnd. Land, "Land"; "Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland."



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 116, 151; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 333
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 27.07.2011

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