Ossen veerd Halv (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Ossen veerd Halv


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Ossen veerd Halv (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Größenbezeichnung eines Flurstückes von vier halben Diematen, also zwei Diemat, welches als Weide für die Ochsen diente. Die Aufzucht und der Handel mit Ochsen hat im Mittelalter eine große Rolle gespielt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ossen

mnd. osse, nnd. Osse, "Ochse"; "Hinweis auf die Weide für den Gemeindebullen"; "Ossensett" oder "Osshage": Hinweis auf Ochsenzucht



2. veerd

fêr, vêr, vier



3. Halv

half, „halb, mitten, in der Mitte, bis zur Mitte, bis zur Mitte hin“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 138; Schöneboom, A., Filsum. Die Flur und ihre Namen, in: Ostfriesischer Haus-Kalender oder Hausfreund, 1955, S. 47-53
Doornkaat Koolmanm Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Wiesbaden 1971, Bd.1, S. 439
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Vaduz/Liechtenstein 1984, Bd. 2, S. 13


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 27.07.2011

Projektpartner