Rysdyk (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Rysdyk
( Riesdiek )

Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Rysdyk (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Rysdyk ist seit 1700 als "Rysdick" (1), 1745 "Risdik", 1749 "Ryssdick", 1749 "Rysdick" und 1788 als "Rysdyk" (2) überliefert. 1594 stand an gleicher Stelle "Enno Karstens Hauß" (3). 1824 wurde das Anwesen als "Rysedyck" und 1897 schließlich mit heutiger Schreibung verzeichnet. Zum Hof gehörten 1848 2 Wohngebäude, die 22 Personen beherbergten. Rysdyk liegt etwa 350 m nordnordwestlich vom Gastmarschersiel (4).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Rysdyk

Der Name gehört zu den Fachausdrücken des Wasserbaus u. bezeichnet einen mit Buschwerk befestigen Deich oder Faschinendeich; vgl. dazu ostfries.- nd. ris-höfd, ein höfd od. eine Kopfbuhne von Reisig oder Reisern u. gron. riesdaam, nl. rijsdam, ein mit Strauchsinkstücken erstellter Damm



Quellen:

(1) StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b, (2) StAA, Rep. 37, Nr. 993, (3) StAA, Rep. 244, B, Nr. 2889, (4) Gretje Schreiber, Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 4. Juli 2009, Beilage Ostfriesischer Kurier, Nr. 6, S. 24, Nr. 6.
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 191


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 29.07.2011

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