Supenriede (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Supenriede


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Supenriede (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Nach Eindeichungen im 16. Jahrhundert verlandeten die Rieden nach und nach, da sie keinen Abfluss erhielten. Hier gab es ursprünglich eine Riede nördlich des Altendeichweges, die auf der ältesten Karte des Norderlandes von 1589 eingezeichnet ist und zu dieser Zeit noch sehr viel Wasser führte. (1)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Supen

(2) nnd. supen od. sûpen, "Saufen, Trinken"



2. Riede

(3) mnd. ride, rîe, rige, f., „Bach, kleiner Wasserlauf, Graben“; nnd. Riede, Riehe, f., „kleiner Wasserlauf, Rinnsal, sowie die von ihm durchflossene Niederung.“



Quellen:

(1) StAA, Rep. 244, B, Nr. 1796
(2) Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Schaan/Liechtenstein 1981, Bd. 3, S. 366
(3) Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 142


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 08.07.2017

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