Törfkuhlen (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Törfkuhlen


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Törfkuhlen (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

In der Westermarsch, hier westlich der Ziegeleistraße, gab es Stellen, wo sich Torf unter dem Kleiboden befand. Dodo Wildfang schreibt: "... Unter dieser Marschdecke finden wir fast allenthalben das Moor oder den Darg vor... Für den Hausbrand ist der, aus der vom Marschboden überlagerten Moorschicht gewonnene Torf nicht besonders geeignet, wenngleich auch die Heizkraft nichts zu wünschen übrig läßt... ." (1)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Törf

(2) mnd. torf, m., „grüner Rasen, bes. insofern er ausgestochen oder ausgeschnitten ist, Rasenstück, Scholle.“ „Torf, als Brennmaterial“



2. Kuhle

(3) mnd. kûle, „Grube, Vertiefung, Loch, Höhle“



Quellen:

(1) Wildvang, Dodo, "Die Westermarsch", in: Heim und Herd (Beilage zum Ostfriesischen Kurier), 1925
(2) Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 583
(3) Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 592


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 08.07.2017

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