Westbuschhauser Triftland (Westermarsch I)

Ausgewählter Flurname:

Westbuschhauser Triftland


Gemarkung:

Westermarsch I

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Westbuschhauser Triftland (Westermarsch I)


Erklärung des Flurnamens:

Das Westbuschhauser Triftland ist Land im Besitz des Buschhauses östlich des Altendeichstogs, auf dem das Vieh geweidet wurde.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Buschhaus

(1) „Der Hofname „Buschhaus“, auch abgewandelt zu „Buschplatz“, hängt vermutlich mit der Lage in der Nähe alter Deiche zusammen. Es wird angenommen, dass der Hofbesitzer zur Deichaufsicht verpflichtet war und gebündelte Sträucher (Büsche) zur Deichsicherung vorrätig halten musste.“



2. Trift

(2) mnd. drift, f., „Viehtrift, Weide“; nnd. Drift, f., „die Trift, als Ort, wohin Vieh zur Weide getrieben wird, und als Weg, auf welchem dasselbe dahin geht“. – „Etwa = „Weg, auf dem Vieh (zur Weide) getrieben, gleichzeitig aber auch schon geweidet wird“. „An der Küste „Überfahrtsweg über einen Deich“.“



Quellen:

(1) Bents, Harm, Flurnamen in Upgant-Schott und Siegelsum, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697
(2) Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 578; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 116


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 09.07.2017

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